Dienstag, 18. Dezember 2018
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Feuerwehr Forchheim i.d.Opf

 

Chronik Feuerwehr Forchheim aus der Festschrift 1984

 

Am 10. Mai 1869 gründeten 29 Männer aus Forchheim die Freiwillige Feuerwehr. In dem 1886 angelegten Stammbuch (=Mitgliederverzeichnis) sind folgende Gründungsmitglieder aufgeführt. Als Vorstand fungierte Willibald Eibner, ein Müller, als Vorsteiger Sebastian Sirl, ein Maurer und als Spritzenmeister Joseph Somerer, ein Kaufmann.

 

Folgende 6 Männer gehörten zur Spritze:

 

Michael Breindl, Bauer

Mathias Beier, Gütler

Joseph Reinwald, Gütler

Mathias Müller, Schreiner

Johann Schuster, Gütler

Johann Mederer, Gütler

 

 

9 Männer sind als Steiger aufgeführt:

 

Alois Lukas, Wagner

Michael Kipfstul, Weber

Max Stadler, Geschäftsführer

Anton Hakner, Wirth

Alois Somer, Weber

Jakob Reismann, Bauersohn

Joseph Bauer, Maurer

Anton Schuster, Knecht

 

 

10 Männer sind als Ordnungsmänner eingetragen:

 

Peter Sirl, Gütler

Michael Deß, Schuster

Joseph Meixner, Bauer

Alois Muschawek, Zimmermann

Joseph Hakner, Oekonom

Johann Eibner, Oekonom

Leopold Harer, Gütler

Joseph Pröbster, Uhrmacher

Johann Kraser, Maurer

Michael Meixner, Bauer

 

 

1 Passives Mitglied

 

Michael Pfalker, Weber

  

 

Die amtliche Eintragung im damals königlich-bayerischen Bezirksamt Beilngries, erfolgte fast ein Jahr später, am 2. Mai 1870 (Mitteilung des Staatsarchivs Amberg).

 

Bald danach, am 20. Oktober 1870 schloß sich der Drechsler Johann Bauer als Steiger der FFW an. Er wurde der 1. Kommandant. Obwohl er von 1873 bis 1876 beim militär war, ging es unter seiner Führung rasch bergauf. Im Jahre 1877 zählte die FFW von Forchheim bereits 86 aktive wohlorganisierte Mitglieder. Das Dorf beherbergte zu dieser Zeit 379 Seelen. In der kurzen Zeit ihres Bestehens hat sie bereits 16mal bei Gebäudebränden und einmal bei einem Waldbrand treffliche Dienste geleistet, wie es aus einem Bericht des Nürnberger Staatsarchivs hervorgeht. Weiter ist darin zu lesen (es handelt sich hier um ein Gesuch wegen Bezuschussung einer größeren Löschmaschine): Die infolge der Öfteren Inanspruchnahme eingetretene Abnützung der Löschmaschine und sonstiger Feuerlöschinquisiten hat schon bisher nicht bloß namhafte Anschaffungen veranlasst, wofür die Feuerwehr noch 500 Mark schuldet, sondern lässt auch die Ersetzung der seitherigen abgenützten Löschmaschine durch eine größere dringend erwünscht erscheinen. Zuschüsse aus Distrikts Fonds sind nicht verfügbar, aus gemeindlichen Fonds kann wegen der schweren Belastung der Gemeinde mit Brücken- und Wegebauten nichts geleistet werden. Von 200 Mark zur Anschaffung einer neuen größeren Spritze, erhielt man im Vorjahr 15 Mark aus Kreismitteln. Mit Rücksicht auf die vorgänglichen Leistungen der Feuerwehr und der Unterstützung, bewilligt untertänigst v. königl. Bayer. Amtsgericht Beilngries, wurde laut Berichten vom 28. Mai 1877 ein Vertrag der Feuerwehr Forchheim mit Julius Christian Braun in Nürnberg vom 27. Mai 1877 über die Lieferung einer wehrwürdigen Druckspritze zum Preis von 900 Mark; bei Lieferung sind 350 Mark bar bezahlt worden; vorgelegt.

 

Wir sehen hieraus, dass bei der Bezuschussung von Feuerwehrgeräten, vor gut 100 Jahren, die Gelder recht spärlich verteilt wurden. Aber trotzdem haben die Forchheimer ihre neue Löschmaschine erhalten. Der Kassier in dieser Zeit war der Schmied Tobias Schmauser, der Zeichenwarth (Zeugwart) der Schuster Alois Somerer und der Gütler Konrad Setzer Zuchführer (Zugführer). Ferner erscheint in den neunziger Jahren der Gastwirth Willibald Walk (1892) als Feuerwehrhauptmann, die Bauern Joseph Buchner (1895) und Petrus Wechsler (1897) als Zuchführer, ein Josef Eibner, Müllerssohn von 1884 bis 1907 als Fahnenjunker. Weitere Zuchführer im Jahre 1920 sind der Viehhändler Lorenz Schöll und die Gütlerssöhne Egid Pröbster und Johann Waffler. Am 27. Februar 1896 verstarb der 1. Kommandant Johann Bauer und am 22. Dezember 1899 wurde der Bäcker Josef Häring zum Vorstand gewählt.

 

Aber nicht nur Bauern, Gütler, Knechte und Handwerker traten der Feuerwehr bei, sondern auch Pfarrer und Lehrer. Schon 1878 wird der Lehrer Johann Giebinger als passives Mitglied aufgeführt, 1890 der Lehrer Jakob als Schriftführer und ebenso 1905 Georg Haider. Etwa 1935 erscheint der Lehrer Anton Mathes, 1942 Georg Rom und 1965 der Lehrer Anton Bittl im Mitgliederverzeichnis. Der erste Geistliche der FFW Forchheim war der H.H. Joseph Strasser (1885) ferner der H.H. Josef Gut und 1958 der H.H. Michael Feierler (1958). Von 1871 – 1907 gehörte als Arzt, der Bader Joseph Geitner zur FFW Forchheim. 1906 wirkte Johann Krauser, ein Schusterssohn aus Großberghausen als Sanitäter und ab 1949 der Friseur Johann Krauser. Als ersten Signallisten findet man im Mitgliederverzeichnis den Müllerssohn Ludwig Eibner (1888) und von 1922 – 1926, den Zimmermannsgesellen Gottfried Schöll. Sirenen gab es damals noch nicht. Im Jahre 1949 ist der Bauerssohn Franz Stark als Hornist vermerkt. Er dürfte der letzte in Forchheim gewesen sein, der die Feuerwehrmänner zum Einsatz geblasen hatte, denn in den sechziger Jahren erhielt Forchheim eine Sirene.

 

Zu Beginn der Dritten Reiches wurde zuerst das Äußere etwas aufpoliert. 1932 wurde die Fahnenspitz und der Scherpenbinder erneuert. 1933 beim Frühauf in Frreystadt für rund 33 Mark neue Mützen gekauft und 1935 für 11,50 Mark eine Trommel angeschafft. 1937 besorgte man 6 Stück Überschnallkoppeln für 29,10 Mark. Nach einem Brand im Oktober 1938 besann man sich wieder auf die Löschausrüstung einer Feuerwehr. Noch im gleichen Monat wurde ein offener Schlauchwagen mit 7 Schläuchen a 15m Länge und 7 Kupplungen erworben. 1941 im Juli kamen 3 kleine Feuerspritzen für 45 Mark dazu. Der 2. Weltkrieg war nun voll entbrannt und die Feuergefahr sehr gestiegen. Im Oktober 1941 erhielt die Feuerwehr in Forchheim eine offene, vierrädrige Kraftspritze (=Motorspritze) mit Schläuchen und Zubehör für 4221,50 Mark und  einer Motorspritzendecke für 24,25 Mark.

 

Beim Schielein in Freystadt kaufte man gleich 30 L Benzin und 1 L Öl für 13,40 Mark, denn die neue Motorspritze musste gleich erprobt werden. Mit der neuen Motorspritze benötigte man nun mehr Wasser. Vielmehr als die Brunnen in Forchheim hergeben konnten. Denn in regenarmen Sommern und kalten Wintern waren die meisten Brunnen fast ausgetrocknet und der Wasserzufluss des Gemeindebrunnen war so schwach, dass es über 1 Stunde dauerte bis ein Wasserfass gefüllt war. Noch im Jahre 1941 plante man einen Löschweiher. Das Grundstück für den Löschweiher wurde vorläufig geschätzt und noch im Dezember 1941 holte sich der Bürgermeister Schmauser in Nürnberg die Baugenehmigung. Im selben Jahr schuf die Gemeinde eine Rücklage von 9000 Mark zur Errichtung eines Feuerlöschweihers und eines Feuerwehrgerätehauses. Im Januar 1942 erwarb man beim Huf- und Wagenschmied Josef Schmauser 20 Schaufeln für 30 Mark und im März vom Josef Fischer im Tauschverfahren für 360 Mark das geeignete Grundstück. Der Zimmerermeister Josef Hammerl errichtete um den Weiher für 85 Mark einen Holzzaun und der Grubmüller bei Berching lieferte für 113,88 Mark das Holz dazu. Die anfallenden Maurerarbeiten führte der Maurermeister Johann Sirl für 549,50 Mark aus und der Thomas Dunkl strich für 20 Mark den neuen Zaun. Vom Kreisfeuerwehrführer Josef Dörfler aus Beilngries erwarb die Feuerwehr 45 m C-Schläuche für 65 Mark, 40 m B-Schläuche für 80 Mark, 2 Pr. Kupplungen für 17 Mark und 15 Feuerwehrschiffchen für 45 Mark. Außerdem erhielt man über ihn einen Uniformmantel mit den dazugehörigen Achselstücken für 72,50 Mark. Man hatte also jetzt für unverhoffte Kriegsereignisse vorgesorgt. Während dieser Zeit des Dritten Reiches war Alois Häring, Schuhmachermeister erster Kommandant und ab 1942 Hauptzugführer und der Leo Dorr sein Stellvertreter. 1938 kam noch ein Brandmeister Josef Meyer (Webergergl) dazu. Den Kassier Sebastian Stark löste 1933 der Schmied Josef Dunkl ab und zum Feuerwehrdiener ernannte man Johann Eibner (Jahresgehalt 5 Mark). Für die Reinigung der Feuerlöschgeräte, war für ein Jahresgehalt von rund 8 Mark Joseph Buchner zuständig. Der Mitgliederstand betrug 1935 96 Mitglieder und sank zu Kriegsbeginn 1940 auf 75. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 dauerte es ein Jahr bis sich Daheimgebliebene, Kriegsheimkehrer, entlassene Kriegsgefangene und Flüchtlinge des Lagers zu einem Neubeginn der Feuerwehr zusammenfanden.

 

Im April 1946 musste der Kupferschmied Hans Huber aus Berching an der Motorspritze elektrische Schweißarbeiten für 10 Mark ausführen. Im Herbst 1947 begann man mit dem im Krieg bereits geplanten Bau eines Feuerwehrgerätehauses. Ein neues Haus konnte man nicht errichten, man hatte zu wenig Baumaterial und Geld. Aber Not macht erfinderisch. Der Zimmermeister Johann Hammerl brach das Schießhaus, welches hinter dem Sportplatz bei den großen Betontrümmern stand ab. Es gehörte im Dritten Reich zum Wehrertüchtigungslager, dem heutigen Lager. Für 84 Mark brach er es ab und beförderte es zum Feuerlöschweiher. 1948 im Sommer, nach der Währungsreform baute man dieses Holzhaus neben dem Löschweiher auf. Der Zimmermeister Johann Hammerl benötigte dazu 11 kg Nägel und kam mit den Arbeitslöhnen auf 236 Mark Erstellungskosten. Die Firma Josef Rehm aus Weinsfeld lieferte für 49,20 Mark Bretter und der Georg Buchner (Schreinermeister) für 9,50 Mark Holz und Bretter dazu. Der Maurermeister Johann Sirl verlangte für die Maurerarbeiten, Fundamente, 259,40 Mark. Der Pröbster Josef und der Meixner Alois wurden fürs Steine Anfahren mit je 25 Mark belohnt. Der Bürgel Horst bekam für die Erdarbeiten und Handlangerdienste 32 Mark, der Meixner und der Heindl 10 Mark und der Brandl Johann 6 Mark ausgezahlt. Am Ende des Jahres 1948 erhielt der Schöll Max als Feldgeschworener für die Abmarkung des Feuerlöschweihers und Feuerwehrgerätehaus 4 Mark. Im Frühjahr 1949 lieferte die Firma Johann Meyer aus Allersberg 50 m Drahtgeflecht (87,70 DM) und der Zimmermeister Johann Hammerl brachte es für 54,00 DM als neuen Feuerwehrzaun an. Für Dachziegeln und andere Arbeiten entstanden Unkosten von 429,15 DM und für 8,25 qm Bretter vom Hackner Willibald nochmals 26,80 DM. Das Feuerwehrgerätehaus war zwar fertig, aber die Motorspritze streikte schon 1948. Für 283,00 DM ließ man diese bei der Firma Paul Ludwig in Bayreuth gründlich überholen. Am 17. Juli 1949 wurde die Feuerwehr in Forchheim neu gegründet. Sie besaß jetzt 73 Mitglieder. Zum neuen 1. Kommandanten und Vorstand wurde Max Fischer gewählt, ihm standen der Schriftführer Eibner Willibald (Schuhmachermeister), der Kassier und Maschinist August Dunkl und der Zeugwart Johann Fischer hilfsbereit zur Seite. Als erstes schuf man für 311,30 DM 3x20 m B-Schläuche an. Aber nur bis Mai 1951 konnte Fischer Max den Kommandanten- und Vorstandsposten ausfüllen. Aus Fortbildungszeitmangel musste er zurücktreten. Man wählte den Niedermeyer Paul zum 1.Kommandanten, den Dorr Leo zum 2. und den Schriftführer Eibner Willibald zugleich zum Vorstand. Auch die Ära des Niedermeyer Paul ging rasch zu Ende. Er nahm zwar an einen Kommandantenlehrgang im Mai 1951 in Regensburg teil und brachte viel neuen Schwung mit. Er schaffte gleich neue Abzeichen, Armbinden und Kragenbesatz an und nahm es mit der stetigen Bereitschaft der Feuerwehr sehr genau. Eines Nachts gab er Feueralarm und als alle Feuerwehrleute ihre Betten verlassen hatten und beim Feuerwehrhaus eingetroffen waren, eröffnete er ihnen, daß es nirgends brennt. Dies sei nur ein Probealarm. Bei der nächsten Generalversammlung wählte man ihn ab und fand im Buchner Wendelin, dem Wirt, den geeigneten, ruhigen und gemütlichen Kommandanten. Die Arbeiten am Feuerwehrhaus, die sein Vorgänger begonnen hatte (Betonieren des Fußbodens mit 40 Ztr., Zement für 180,50 DM und 77,00 DM Arbeitslohn) führte er zu Ende. 1952 brachte der Schmied aus Schmellnricht Stöckl für 66,50 DM Dachrinnen an und der Maurermeister Johann Sirl setzte für 50,00 DM das Haus neu instand. An Feuerwehrgeräten war 1951 ein Schlammtopf für 4,62 DM und 1952 Schläuche für rund 500,00 DM angeschafft worden. 1954 lieferte die Firma Hans Krämer aus Nürnberg 2 x 15 m B-Schläuche Regina, 2 Pr. Kupplungen und Schrifteinprägung „F.F. Forchheim“ für 182,40 DM. Im Juli 1956 musste der Brand einer Scheune in Lauterbach gelöscht werden und danach wurden 9 Uniformen und Kragenabzeichen für 214,00 DM angeschafft. Im November musste die Feuerlöschmotorspritze bei der Firma Paul Ludwig in Bayreuth repariert werden. 1958 Fand sich Johann Heindl als Maschinist bei der Feuerwehr ein. 1959 übte die Feuerwehr besonders fleißig. 120 L Benzin hat man vom 6.8. bis 6.11. benötigt und 10 L Bier beim Durchspülen der Kanalisierung, so war es aus den Rechnungen an die Gemeindeverwaltung festzustellen. 1959 musste der Wagnermeister Fries einen Deckel beim Feuerlöschweiher für 14,00 DM ausbessern. 1960 wurde Häring Alois (Kfz-Meister) zum Vorstand und Schöll Josef zum Kommandanten gewählt. Unter ihrer Amtszeit, die fast 20 Jahre dauerte wurde 1964 das Feuerwehrgerätehaus endgültig fertig gestellt. Es wurde innen verputzt und eine Decke eingezogen. Die Baufirma Gänsbauer aus Sulzkirchen lieferte für 371,40 DM Material und die Firma Richard Graf aus Großberghausen führte für 1092,00 DM die Putzarbeiten aus. Zimmermeister Sebastian Regnath aus Großberghausen war mit 123,40 DM beteiligt und die Grubmühle erhielt für Latten 58,00 DM. Am Ostersonntag 1964 hatte die Feuerwehr Großeinsatz. Beim Schiegl am Dorfrand brannte es lichterloh. Als der Feuerwehrkommandant Josef Schöll ins Haus trat lag auf dem noch unbeschädigten Plattenspieler die Platte mit dem vielsagenden Titel: „Großbrand in Kleinkleckersdorf“. Ein ganzes Faß Bier 46 L a 1,20 DM wurde bei der Brandbekämpfung nebenbei geleert und bei der Feuerwache waren nochmal 12 L Bier notwendig. Ende April 1964, nach dem Brand beim Schiegl wurde eine neue Tragkraftspritze mit Betriebsstundenzähler und Anhänger für 7549,00 DM bei der Firma Ziegler in Giengen erworben. Im Jahr 1964 hatte man endlich im ganzen Dorf eine Wasserleitung und an den wichtigsten Punkten Hydranten, die nur im Winter eingefettet werden mussten. Im Juni 1967 musste die Feuerwehr wieder einmal ausrücken. Ein Blitz hatte bei einem schweren Gewitter den Stadel vom Benno Setzer in Brand gesteckt. Die Scheune wurde ein Raub der Flammen, aber das angebaute Wohnhaus konnte gerettet werden. Seit dem 25.1.1980 sind der jetzige Kommandant Deß Willibald und der Vorstand und Schriftführer Goßner Alois im Amt, und der Schuster Karl unterstützt sie als Kassier. Zurzeit gehören der Feuerwehr 102 Mitglieder und 12 fördernde Mitglieder an. Sie besitzt 6 Löschgruppen mit je 9 Mann. Im Juni 1983 konnte sie sich beim Brand einer Scheune bewähren. Ein Blitz hatte beim Müller (Brunner Albert) im unteren Dorf das Feuer entfacht. Die Scheune war nicht mehr zu retten, aber die umliegenden Gebäude konnten vor Brandschäden bewahrt werden. Eine weit schwierigere Aufgabe bot sich der neuen Feuerwehrführung bei der Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Zunächst beabsichtigte man den so mühselig geschaffenen Löschweiher zuzuschütten um darauf das neue Gerätehaus zu errichten. Man hat seit 1963/1964 die Wasserleitung und überall Hydranten und hielt den Löschweiher nicht mehr für besonders notwendig. Aber man fand eine bessere Lösung. Am Schulhaus in der Dorfmitte war noch Platz und man setzte das neue massive Feuerwehrgerätehaus direkt an die westliche Giebelwand des Schulhauses, neben den neu errichteten Dorfbrunnen.

 

Am 17.11.1982 wurde in der Generalversammlung der FFW beschlossen:

 

1.      Dass die FFW eine Fahne anschafft

 

2.      Dass 1984 das geplante Feuerwehrhaus fertiggestellt sein soll, damit es mit der Fahne geweiht werden kann

 

3.      Dass damit auch das 115-jährige Gründungsfest gefeiert werden soll

 

Anschließend wurde der Festausschuss gewählt. Seit dem 6. Januar 1984 ist das neue Feuerwehrgerätehaus bezugsfertig. Untergebracht sind dort zurzeit die TS 8 Spritze, 1 Schlauchwagen und eine Feuerwehrleiter, Baujahr 1925, die aus Sicherheitsgründen außer Betrieb ist. Es gibt also am 13. – 15. Juli 1984 gleich drei bedeutende Ereignisse zu feiern: Erstens das 115-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr von Forchheim, die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses und die Fahnenweihe.

 

Nachgeforscht und ausgearbeitet wurde die Chronik von Hauptlehrer Anton Bittl ehem. Lehrer in Forchheim für die Festschrift 1984